Nosodentherapie

Nosode leitet sich vom griechischen Wort „nosos“ = Krankheit ab und wurde erstmals 1830 vom Homöopathen Constantin Hering verwendet. Es handelt sich um ein homöopathisches Arzneimittel, das aus der genetischen und somatischen Information einer Krankheit gewonnen wird. Die Ausgangssubstanz beinhaltet krankes Körpergewebe, pathologisch veränderte Organe oder deren Ausscheidungsprodukte.

Im weiteren Sinne versteht man unter der Nosodentherapie die gezielte homöopathische Reiztherapie bei chronischen Infektionen, Überreaktionen des Immunsystems (z.B. gesteigerte Histaminausschüttung bei Allergien), aber auch bei Überlastungen des Immunsystems z.B. nach Impfungen, durch Medikamente oder körpereigene Botenstoffe sowie bei leichten chronischen Intoxikationen (z.B. durch baubiologische Belastungen oder Umweltgifte).

Dafür wird die Ausgangssubstanz homöopathisch aufbereitet (also verdünnt und dynamisiert) und ähnlich wie ein homöopathisches Einzelmittel verabreicht. Durch den homöopathischen „Fingerabdruck“ soll das Immunsystem gezielt angeregt und harmonisiert werden, therapeutische Blockaden gelöst und alles wieder ins Gleichgewicht gebracht werden können.

Auf diese Weise behandele ich seit fast 20 Jahren vor allem Kinder nach erfolgten Impfungen mit den speziellen Impfnosoden (nach Tinus Smits). Sie wirken oftmals wie ein „Türöffner“ vor der eigentlichen homöopathischen Konstitutionstherapie.

Ich möchte an dieser Stelle einmal betonen, dass ich nicht gegen Impfungen bin. Sie sind sinnvoll und gut und haben schon manches Leben gerettet und vor schwerwiegenden Komplikationen geschützt. Allerdings bekommen gerade schon die sehr kleinen Kinder laut Impfempfehlung der STIKO in den Kinderarztpraxen eine Grundimmunisierung mit 6 Impfstoffen und zusätzlich 3 weitere Impfstoffe zwischen dem 2. und 12. Lebensmonat und im zweiten Lebensjahr noch einmal eine Vierfachimpfung (Masern-Mumps-Röteln-Windpocken). Damit wird der kindliche Organismus 28 Mal mit abgeschwächten oder abgetöteten Mikroorganismen (und zusätzlich mit problematischen Träger- oder Begleitstoffen) konfrontiert. Das ist einfach sehr viel für das noch nicht ausgereifte Immunsystem. Manchmal sind der Beginn chronischer Störungen nach dem Impfzeitpunkt zu beobachten, die auf die Gabe der spezifischen Impfnosoden gut ansprechen. Trotzdem werden die Impfungen von den meisten Kindern gut vertragen.